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nä 08/2017
aktualisiert am: 15.08.2017

 

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chatrooms kostenlos ohne registrierung für schüler Das perinatale Kindeswohl im Spannungsfeld zwischen Ethik und Pränataldiagnostik

Statement von Dipl.-Dok. Silvia Berlage, Leiterin Qualitätssicherung des Zentrums für Qualität und Management im Gesundheitswesen der ÄKN


 


Rund 40 Interessierte nahmen an der Tagung "Rund um die Geburt. Das perinatale Kindeswohl" am 15. und 16. Juni 2017 teil, die vom Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) und der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) gemeinsam ausgerichtet wurde. Die Abwägung zwischen dem Kindeswohl und dem Kindeswillen zeige, dass Ansprüche, Forderungen und Praxis häufig divergieren. Die Folgen der moralischen Gleichberechtigung eines Kindes seien praktisch oft schwer umzusetzen - und die Rechtsprechung verhalte sich widersprüchlich, was wiederum zu Unsicherheiten in der Praxis führe, erklärten Dr. Andrea Dörries (ZfG) und Dr. Gisbert Voigt (ÄKN-Vorstandsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der PID-Kommission Nord) in ihren jeweiligen Grußworten. Die Tagung rückte das Spannungsfeld zwischen moralischen, rechtlichen und ethischen Fragen der medizinischen Praxis rund um die Geburt in den Mittelpunkt. Fragen wie "Welche Folgen haben diese diagnostischen und therapeutischen pränatalen Entwicklungen für die bisher bestehende klare rechtliche Zäsur der Geburt?", "Was bedeutet die medizinisch-technische Entwicklung für den moralischen Status des ungeborenen Kindes?" und, aus praktischer Sicht, "Wie sieht ein gutes Perinatalzentrum aus, das alle sich aus den gesamtheitlichen Betrachtungen ergebenden Konsequenzen berücksichtigt?".

Die Diskussionen im Plenum waren zu allen Fragen vielfältig und rege. Dr. Katarina Weilert, wissenschaftliche Referentin an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg, stellte sehr anschaulich die Rechtsstellung des ungeborenen Kindes gegenüber dem Kind nach der Geburt vor. Explizit sei beispielsweise im Grundgesetz nicht aufgeführt, dass das Ungeborene mit den gleichen Grundrechten geschützt ist wie das Kind ab dem Zeitpunkt seiner Geburt. Es gebe allerdings historische Belege für den Lebensschutz des Ungeborenen und seiner Mutter, auf den sich in der Regel berufen werde.

Technische Neuerungen wie die Pränataldiagnostik und die immer bessere Ultraschalldiagnostik haben die Wahrnehmung zum Lebensschutz des Ungeborenen jedoch verändert. Neben der rechtlichen Grundlage - vor Einsetzen der Eröffnungswehen handelt es sich bei der intrauterinen Tötung im strafrechtlichen Sinne um eine Abtreibung nach § 218, danach spricht man von Kindstötung - haben ethische Fragestellungen inzwischen eine hohe Bedeutung. Professorin Dr. Claudia Wiesemann vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Göttingen erläuterte, dass das Prinzip der Nichteinmischung gelte, das heißt Ärzte haben die Wahlfreiheit ihrer Patienten zu respektieren. Die individualistische Betrachtungsweise des Feten sei von der "Care Ethik" nach Carol Gilligan weitestgehend abgelöst worden. Diese Betrachtungsweise geht von einer Verantwortungsübernahme bei Nahbeziehungen aus, die bei Eltern und Kindern in der Regel vorliege. Diese Beziehungen beruhen immer auf dem individuellen Wohl des Anderen im Kontext der Familie, wobei ausdrücklich auch ein Recht auf Selbstsorge bestehe. Aus dieser Wahlfreiheit heraus entstünden viele Fragen, die Freiraum für eine vernünftige Entscheidung voraussetzen.

Dieser Freiraum sollte meiner Meinung nach unbedingt durch eine psychosoziale Begleitung unterstützt werden - ein Konzept hierzu stellte Dr. Christiane Fröhlich, leitende Frauenärztin im Mathias-Spital in Rheine, vor. Bereits in der Phase einer noch ausstehenden Entscheidung für oder gegen eine Pränataldiagnostik bietet das Spital bereits eine psychosoziale Betreuung an.

Die Tagung zeigte deutlich, dass die Frage nach dem perinatalen Kindeswohl nicht durch eine einzelne Disziplin beantwortet, sondern vielmehr interdisziplinär behandelt werden muss. Hinzu kommt, dass jeder einzelne Fall in höchstem Maße individuell ist, wie auch Voigt bestätigte. Es gilt, weiter im Diskurs zu bleiben und Lösungen für eine (rechts-)sichere und ethisch vertretbare Behandlung zu finden.

best gay dating apps Verfasser/in:
free online math homework help chat Dipl.-Dok. Silvia Berlage
Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen, Einrichtung der Ärztekammer Niedersachsen
Berliner Alle 20, 30175 Hannover
[email protected]


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