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aktualisiert am: 15.08.2017

 

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live chat code for website in php Erhebliche Gesundheitsrisiken durch Tobacco Heating-Systems

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor Zigarettenalternative


 

Aufgrund vermehrter Anfragen zu den sogenannten Tobacco Heating-Systemen (THS), in denen Tabakstränge nicht mehr ver­brannt, sondern nur noch erhitzt werden, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine vorläufige Risikobewertung erstellt.

Die Auswertung der in Fachzeitschriften erschienen Studien kam zu dem Ergebnis, dass durch die vergleichsweise niedrigen Tem­peraturen und neuartigen Filtersysteme die Gehalte gesundheitsschädlicher Stoffe im Inhalat erheblich - um bis zu 90 bis 95 Prozent - reduziert sind. Dazu gehören laut BfR auch Substanzen und Verbrennungsprodukte, die im Tabakrausch für die Entstehung von Krebserkrankungen von großer Bedeutung sind. Trotzdem bleibt die Nutzung dieser neuen Tabakprodukte mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden, betont das BfR. Für die Emissionen von THS wurden mutagene Wirkungen dokumentiert, die zwar im Vergleich zum Zigarettenrauch deutlich schwächer ausgeprägt waren, bei Dämpfen von E-Zigaretten bei sachgerechter Nutzung hingegen gar nicht nachweisbar sind.

THS sind batteriebetriebene Systeme, die durch elektrische Erhitzung von Tabak nikotinhaltige Dämpfe erzeugen. Im Gegen­satz zur E-Zigarette werden dafür Tabakstränge in ein stiftähnliches Abrauchgerät platziert und auf etwa 250 bis 350 Grad Celsius erwärmt. Dabei entstehen nikotinhaltige Emissionen, die über ein Mundstück oder Filtersegment inhaliert werden. Die in den Dämpfen erreichbaren Nikotingehalte liegen in der gleichen Größenordnung wie bei herkömmlichen Tabakzigaretten. Es müsse daher von einem vergleichbaren Suchtpoten­zial ausgegangen werden, so das BfR.

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Pressestelle der ÄKN




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Da wissenschaftliche Untersuchungen zu THS bisher kaum vor­liegen, stützt sich die vorläufige Risikobewertung der BfR im Wesentlichen auf Studien des Herstellers eines batteriebetrie­benen Systems, die in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden:
Haziza, C.; de la Bourdonnaye, G.; Skiada, D.; Ancerewicz, J.; Baker, G.; Picavet, P.; Ludicke, F. Evaluation oft he Tobacco Heating System 2.2. Part 8: 5-Day randomized reduced exposure clinical study in Poland. Regul Toxicol Pharmacol 2016, 81 Suppl 2, S. 139-150.
Schaller, J.P.; Keller, D.; Poget, L.; Pratte, P.; Kaelin, E.; McHugh, D.; Cudazzo, G.; Smart, D.; Tricker, A.R.; Gautier, L.; Yerly, M.; Reis Pires, R.; Le Bouhellec, S.; Ghosh, D.; Hofer, I.; Garcia, E.; Vanscheeuwijck, P.; Maeder, S. Evaluation oft he Tobacco Heating System 2.2. Part 2: Chemical composition, genotoxicity, and physical properties oft he aerosol. Regul Toxicol Pharmacol 2016, 81 Suppl 2, S. 27-47.
Das BfR plant zusätzlich eigene Untersuchungen zu den Emissionen von in Deutschland vermarkteten THS, die im Herbst 2017 beginnen werden.


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